Geschichte
Im 14. Jahrhundert wurden die Reben nach Ungarn gebracht. Im 16. Jahrhundert gelangte der Grau Burgunder vom Plattensee ins Elsaß und an den Kaiserstuhl. Den Namen Ruländer erhielt die Rebe durch die Vermehrung und Verbreitung durch den Kaufmann Johann Ruland im 18. Jahrhundert in Speyer. Der Graue Burgunder hat je nach Anbauregion verschiedene Bezeichnungen, wo einige nicht mehr gebräuchlich sind: Tokayer in Elsaß und der Südpfalz, Mioereote gris, Pinot gris in Frankreich, Ruländer in der Pfalz und Rheinhessen.

Bedeutung
Der Graue Burgunder ist eine Mutation der Burgunderfamilie und findet weltweit in allen Anbauregionen seine Verbreitung. Bei entsprechender Pflege der Rebanlage liefert der Grauburgunder gute Erträge bei hohen Mostgewichten und damit die Grundlage für exzellente Weine. In Deutschland haben die Burgunderrebsorten, speziell der Grauburgunder,  deutlich an Bedeutung gewonnen und erfreuen sich wachsender Beliebtheit.  Die wichtigsten Anbaugebiete Deutschlands sind Baden, Rheinhessen, Pfalz und die Nahe.

Geschmack
Markante, körperreiche und trockene Weine liefert der Grauburgunder. Duftaromen von Mandeln, grünen Nüssen und ein Bukett mit Geruchsnoten von Birne, Rosinen, Zitrusfrüchten  oder Ananas kennzeichnen den Grauburgunder.

Genuss
Junge Weine bestechen durch Ihre Leichtigkeit als Sommerwein. Trockene Spätlesen eignen sich bestens als Begleiter von Wildgerichten, kräftigen Seefisch oder Pasta Gerichten.
Fruchtig süße Spätlesen oder edelsüße Auslesen verführen bei Desserts und Edelpilzkäse. Ideale Trinktemperatur ist ca. 10-12  Grad.
 

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