Geschichte
Die Sorte Regent gehört zu den wenigen erfolgreichen Züchtungen, denen eine rosige, ja glänzende Zukunft vorhergesagt wird. Dem Institut für Rebenzüchtung auf dem Geilweilerhof bei Siebeldingen in der Südpfalz gelang im Jahr 1969 die Kreuzung aus (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin.  Erste Pflanzungen in den Weinbauversuchsbetrieben erfolgten ab 1985. Im Jahr 1983 wurde der Sortenschutz erteilt,  zwei Jahre später erfolgte die Eintragung in die Sortenliste, im Jahr darauf die Zulassung für die Qualitätsweinproduktion.

Bedeutung
Standen die ersten Regent-Reben noch in zahlreichen Versuchsweinbergen, so findet sich die Neuzüchtung inzwischen in fast allen Anbaugebieten. Die Anbauschwerpunkte liegen in der Pfalz und Rheinhessen sowie in Württemberg und Baden.

Geschmack
Der Regent erreicht Mostgewicht, die den Dornfelder deutlich übertreffen. Die Erträge halten sich wie beim Spätburgunder in Grenzen. Entsprechend gehaltvoll fallen die Weine aus. Die moderaten Säurewerte lassen den Ausbau milder und samtiger Rotweine zu. Bestechend fällt auch die brillante Rotfärbung nach der Gärung aus.

Genuss
Zwar sind die Weine der Rebsorte Regent erst wenige Jahre auf dem Markt, doch schon lässt sich ein eigner Weinstil ausmachen. Meist sind es durchgegorene, stoffige, beinahe südländische Weine mit einem schmeckbaren Tanningerüst. Die Weine sind relativ früh trinkreif und begleiten je nach Qualität die herzhafte Vesperplatte, etwa mit Salamiwürsten und gut gereiften Bergkäse, ebenso gut wie intensiv schmeckende Fleischgerichte mit konzentrierten Saucen, eine Lammkeule, ein Ochsenschwanzragout oder ein Wildgericht. Ideale Trinktemperatur ist ca. 14-16 Grad.
 

scrollbars