Geschichte
Georg Scheu (1879-1949) kreuzte die Sorte bereits 1916 in Alzey aus Silvaner x Riesling.  In neueren Untersuchungen wurde der Silvaner als zweite Rebsorte ausgeschlossen. Man vermutet eine Wildrebe, die jedoch inzwischen verloren ging. Die erste Bezeichnung lautete „S88“, also der 88. Sämling aus vorgenannten (teilweise unbekannten?) Rebsorten.

Bedeutung
Eine geringe Chloroseneigung (Eisenmangel, Wassermangel)  macht die Scheurebe für den Anbau in den Kalkgebieten von Rheinhessen und Franken interessant. Die Scheurebe ist eine der wenigen Neuzüchtungen, die im deutschen Weinbau eine größere Bedeutung ab Mitte des letzten Jahrhunderts erreicht haben. Die größte Ausbreitung findet die Scheurebe in Rheinhessen und der Pfalz.

Geschmack
Die Scheurebe erbringt bei maßvollen Erträgen fruchtig-aromatische Weißweine. Weine im Prädikatsweinbereich entfalten ein typisches Johannisbeer-Bukett mit rassiger Säure.

Genuss
Trockene und halbtrockene Weine passen hervorragend zu leichten bis kräftigen hellen Fleischspeisen. Edelsüße Spät- und Auslesen sind ein anregender Aperitif oder verzaubern exquisiten Nachtisch. Ideale Trinktemperatur ist ca. 10-12  Grad.
 

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